Repräsentant der Gattung P 8
Die Dampflokomotive 38 1301 der Österreichischen Gesellschaft für Eisenbahngeschichte (ÖGEG) ist ein bedeutendes technisches Denkmal der europäischen Eisenbahngeschichte. Sie repräsentiert die preußische Gattung P 8, die als eine der erfolgreichsten und meistgebauten Personenzugdampflokomotiven der Welt gilt.
Herkunft und Bau
Die Lokomotive wurde tatsächlich nicht in Deutschland, sondern in Rumänien gebaut.
- Hersteller: Lokomotivfabrik Reșița (Rumänien).
- Baujahr: 1935 (manche Quellen nennen 1936).
- Fabriknummer: 316.
- Ursprüngliche Bezeichnung: CFR 230.301.
Warum die Nummer "38 1301"?
Bei der Lokomotive handelt es sich um einen Lizenznachbau der preußischen P 8 (DR-Baureihe 38.10-40). Da die ÖGEG eine betriebsfähige P 8 in ihrem Bestand haben wollte, aber kein deutsches Original verfügbar war, erwarb sie die rumänische Maschine.
- Fiktive Nummerierung: Die Nummer „38 1301“ ist eine reine Museumsnummer der ÖGEG. Sie wurde gewählt, um die Lokomotive in das vertraute deutsche/österreichische Schema einzureihen.
- Unterscheidung zum Original: Es gab historisch eine echte Reichsbahn-Lok mit der Nummer 38 1301 (gebaut 1911 von Borsig), die jedoch bereits 1965 in der DDR ausgemustert wurde. Um Verwechslungen zu vermeiden und die ausländische Herkunft (CFR) anzudeuten, wird die ÖGEG-Maschine oft auch als 638.1301 bezeichnet.
- Authentizität: Obwohl sie in Rumänien gebaut wurde, entspricht sie technisch fast exakt den Plänen der preußischen P 8, ist jedoch etwa 30 Jahre jünger als die ersten deutschen Serienmaschinen.
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