Bild: MERTEN
Das Unternehmen Walter Merten Miniaturplastiken mit Sitz in Berlin gehörte über Jahrzehnte zu den prägenden Herstellern von Kunststoff-Figuren für den Modellbau und das Spielzimmer.
Gegründet in der Nachkriegszeit, spezialisierte sich der Betrieb früh auf die industrielle Fertigung von detailgetreuen Miniaturen im Spritzgussverfahren.
In den Anfangsjahren lag der Fokus von Merten auf dem florierenden Markt der Aufstellfiguren. Besonders populär waren die Serien im Maßstab 1:25 (ca. 70 mm), die historische Themen wie das Rittertum, Landsknechte sowie Western-Szenarien mit Cowboys und Indianern abdeckten. Diese Figuren zeichneten sich durch eine für die damalige Zeit hohe Robustheit aus, da sie aus zähem Hartplastik gefertigt wurden.
Mit der zunehmenden Dominanz der Modelleisenbahn in den deutschen Haushalten verlagerte Merten seinen Schwerpunkt ab den 1960er Jahren auf die kleineren Nenngrößen. Das Unternehmen entwickelte ein breites Portfolio in den Maßstäben:
Ein technisches Markenzeichen der frühen Merten-Figuren war die fest angegossene Standplatte, die einen sicheren Stand auf der Anlage oder dem Spielteppich garantierte. Im Gegensatz zu manchen Mitbewerbern setzte Merten auf eine sachliche, realitätsnahe Darstellung von Alltagsszenen. Das Sortiment reichte von Reisenden mit Gepäck über Gleisbautrupps bis hin zu ländlichen Motiven wie Bauernhöfen und Viehmarkt-Szenen.
Die Bemalung erfolgte in den Anfangsjahren oft in Heimarbeit, was zu einer gewissen Varianz in der Ausführung führte, den Figuren jedoch einen charakteristischen, heute als "nostalgisch" empfundenen Ausdruck verlieh.
Merten etablierte sich als verlässlicher Ausstatter für Modelleisenbahner (H0, TT, N, Z, 0 und II), der preislich oft unter den hochpreisigen Mitbewerbern lag, ohne dabei die anatomische Stimmigkeit der Figuren zu vernachlässigen. Nach dem Tod des Gründers Walter Merten im Jahr 1984 geriet das Unternehmen in den darauffolgenden Jahren zunehmend in wirtschaftliche Schwierigkeiten. Die Produktion und die Bemalungsqualität entsprachen in den 80er und frühen 90er Jahren nicht mehr dem modernen Marktstandard, und Neuheiten blieben weitgehend aus. Bis in die 1990er Jahre hinein blieb das Unternehmen ein eigenständiger Akteur auf dem Zubehörmarkt, bevor die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und der Konzentrationsprozess in der Modellbaubranche schließlich zur Integration in die Preiser-Gruppe im Jahr 1996 führten.
Preiser übernahm schließlich die Maschinen und den wertvollen Bestand an Spritzgussformen aus der Konkursmasse, integrierte sie in das eigene Portfolio und führt sie seither als eigenständige Marke unter dem Namen "Merten" weiter.
Konsum-Empfehlung
Preiser - Merten Programm
https://www.preiserfiguren.de/showpage.php?Merten_Programm&SiteID=138
ATISBLOG.DE Hersteller - Preiser
https://www.atisblog.de/de/hersteller-daten/hersteller/preiser.htm
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