Sie wird seit 2018 gebaut und ist vor allem im Güterverkehr, aber auch im schweren Personenzugdienst im Einsatz.
Kernmerkmal ist der betriebsmäßige Wechsel zwischen Oberleitungsbetrieb (15 kV/16,7 Hz oder 25 kV/50 Hz) und einem leistungsstarken Dieselmotor. Der Sechszylinder-Dieselmotor leistet je nach Ausführung bis zu 2,8 MW, während im elektrischen Betrieb bis zu 6,15 MW verfügbar sind. Damit kann die Lok auch auf nicht elektrifizierten Abschnitten schwere Züge ohne Lokwechsel befördern.
Die Eurodual ist eine sechsachsige Lok mit Drehgestellformel Co’Co’, optimiert für hohe Anfahrzugkraft (bis zu 500 kN). Sie wird individuell an Kundenbedürfnisse angepasst – etwa für Streckenprofile, Stromsysteme oder Einsatzarten. In Deutschland setzen unter anderem HVLE, EBS und SLB diese Loks ein, oft in markanten Sonderlackierungen.
Technische Daten STADLER Eurodual - typische deutsche Ausführung
- Achsfolge: Co’Co’
- Höchstgeschwindigkeit: 160 km/h
- Länge über Puffer: ca. 23 m
- Dienstmasse: ca. 126 t
- Leistung: 6,15 MW elektrisch / 2,8 MW dieselelektrisch
- Anfahrzugkraft: bis 500 kN
STADLER Eurodual BR 2159
Die Lokomotiven mit der Baureihenbezeichnung 2159 sind offizielle Varianten der Stadler Eurodual. In Deutschland laufen die baugleichen Loks meist als Baureihe 159.
STADLER EURO9000 BR 2019
Die EURO9000 (Baureihennummer 2019 im deutschen Register) ist eine direkte technische Weiterentwicklung der Eurodual-Plattform. Während die Eurodual jedoch primär eine echte Zweikraftlok (großer Diesel + Strom) ist, ist die EURO9000 eine Mehrsystem-Elektrolokomotive mit kleinerem Last-Mile-Diesel/Batteriemodul.
STADLER Eurodual und Euro9000 im Modell
Für den Modellbahner ist die Eurodual besonders interessant: Sie verbindet aktuelle Eisenbahntechnik mit auffälligen Designvarianten. Hersteller wie Piko und ACME bieten H0- und N-Modelle in unterschiedlichen Farbgebungen an, passend für Epoche VI und heutige Zugbildungen.
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