Entwicklung und Technik
Zwischen 1963 und 1982 wurden insgesamt 379 Einheiten gefertigt. Die Entwicklung basierte auf einer Lizenz der westeuropäischen „50-Hz-Arbeitsgemeinschaft“. Während die ersten sieben Exemplare noch bei Krupp in Essen gebaut wurden, erfolgte die weitere Serienproduktion beim ungarischen Hersteller Ganz-MÁVAG in Budapest.
Die technische Konzeption der V43 ist auf Vielseitigkeit ausgelegt:
- Leistung: ca. 2.200 kW
- Höchstgeschwindigkeit: 120 bis 130 km/h
- Stromsystem: 25 kV / 50 Hz Wechselstrom
Varianten und Einsatz
Heute begegnet man der Universallokomotive in verschiedenen Modernisierungsstufen. Die Baureihe V43.2 fällt durch ihre markante Lackierung als „Papagáj-Szili“ (Papagei) auf, während die V43.3 („Cirmos“) für den Wendezugbetrieb mit ehemals deutschen Steuerwagen angepasst wurde. Trotz ihres hohen Alters bleibt die „Szili“ ein unverzichtbarer Bestandteil des ungarischen Schienenverkehrs – vom schweren Güterzug bis zum InterCity.
Meine Fotos
Die in Ungarn allgegenwärtige Universal-Elektrolokomotive der MÁV-Baureihe V43 konnte ich am 24. und 27. August 2024 in Balatonfüred ablichten. Die modernisierte Lokomotive 433 315 auf den Fotos gehört zur Gattung V43.3. Man erkennt sie u.a. an der bis ins Dach hinein gezogenen gelben Front und an den UIC-Steckdosen unter den Führerstands-Fenstern.
MÁV V43 im Modell
H0-Modelle (1:87) der MÁV V43 wurden/werden von den ungarischen Herstellern Deák, Fuggerth und von PIKO aus Thüringen angeboten. Andere Hersteller und Maßstäbe sind mir nicht bekannt.


