Als hochspezialisierte Arbeitsmaschine sorgt dieser Zug dafür, dass das stählerne Schienennetz auch unter höchster Belastung langlebig und sicher bleibt. Die Bezeichnung „48“ weist dabei auf die beeindruckende Anzahl der installierten Schleifaggregate hin, die das Schienenprofil im laufenden Betrieb mit höchster Präzision korrigieren.
Die Arbeit der RG 48 II ist essenziell für die moderne Infrastruktur: Durch das gezielte Abschleifen von Unebenheiten wie Riffeln oder Wellenbildungen wird nicht nur der Fahrkomfort für Passagiere erhöht, sondern auch die Lärmbelastung für Anwohner massiv reduziert. Zudem beugt das Verfahren Ermüdungsrissen im Stahl vor, was die Liegedauer der Schienen deutlich verlängert und somit Ressourcen schont. Während des Arbeitseinsatzes bietet die Maschine ein spektakuläres Bild, wenn die Schleifsteine bei langsamer Fahrt Funkenregen erzeugen, während bordeigene Absaugsysteme gleichzeitig den Metallstaub minimieren. Ein technisches Meisterwerk, das meist nachts seinen Dienst verrichtet, um den regulären Taktverkehr nicht zu stören.
Die Bezeichnung RG 48 II steht für
- RG: Rail Grinder (Schienenschleifer).
- 48: Die Anzahl der Schleifsteine (Schleifaggregate).
- II: Die Nummerierung innerhalb der SPITZKE-Flotte (es gibt auch eine RG 48 I).
Was macht "das gelbe Schienenmonster" genau?
Dieser Zug ist dafür da, die Oberfläche der Schienen millimeternah zu bearbeiten. Er „bügelt“ Unebenheiten wie Riffeln oder Wellen aus, die durch den normalen Zugverkehr entstehen. Das hat mehrere Vorteile:
- Lärmschutz: Glatte Schienen sind deutlich leiser.
- Langlebigkeit: Es verhindert, dass sich kleine Risse tief in den Stahl fressen (Schienenerhaltung).
- Fahrkomfort: Die Züge rollen ruhiger darüber.
Technische Highlights der RG 48 II
- Schleifleistung: Mit den 48 Schleifsteinen kann der Zug das Schienenprofil in einem Durchgang sehr präzise wiederherstellen.
- Funkenflug: Beim Arbeiten entstehen oft enorme Funkenregen, weshalb der Zug meist eigene Wassertanks zur Brandvorbeugung und Absauganlagen für den Metallstaub dabei hat.
- Größe: Es handelt sich um eine mehrteilige Einheit, die oft wie ein ganzer Güterzug wirkt, aber eine zusammenhängende Arbeitsmaschine ist.
Schweres US-Gerät
Die RG 48 II ist ein Produkt der US-amerikanischen Firma Loram Maintenance of Way, Inc. mit Sitz in Hamel, Minnesota. Loram gilt weltweit als einer der Marktführer für Schienenschleiftechnologie.
Die Technik von Loram
Die RG 48 II gehört zur RGI-Serie (Rail Grinder International) von Loram. Diese Baureihe wurde speziell entwickelt, um die hohen Leistungsstandards der US-amerikanischen Güterbahnen mit den strengen Lichtraumprofilen und Achslasten des europäischen Schienennetzes zu vereinen.
- Präzision aus den USA: Loram-Maschinen sind bekannt für ihre extrem leistungsstarken 30 PS (ca. 22 kW) Elektromotoren pro Schleifstein. Bei 48 Steinen kommt die RG 48 II auf eine enorme Gesamtleistung, um Metall effizient abzutragen.
- Modulares System: Die Maschine ist so konstruiert, dass sie flexibel auf verschiedenen Netzen (z. B. Deutsche Bahn, ÖBB oder SBB) eingesetzt werden kann. Sie erfüllt die europäische Norm EN 13231 für Schleifqualität.
- Intelligente Steuerung: Die Bordcomputer von Loram gleichen das Ist-Profil der Schiene permanent mit einer Datenbank von Standardprofilen ab und steuern die Winkel der 48 Schleifsteine in Echtzeit nach.
Loram-Schleifzüge werden in der Fachwelt oft als die "Formel 1" der Schienenpflege bezeichnet, weil sie eine sehr hohe Arbeitsgeschwindigkeit (bis zu 20 km/h beim Schleifen) mit extremer Abtragsleistung kombinieren.
Die Rolle von SPITZKE
Spitzke betreibt diese Maschinen als Dienstleister. Das bedeutet: Die hochspezialisierte Hardware kommt von Loram aus den USA, aber das Personal, die Logistik und die Wartung in Europa werden von Spitzke übernommen.
- Die RG 48 II ist die modernere Nachfolgerin der RG 48 I.
- Oft werden diese Züge im Verbund mit einer Logistik-Lokomotive zum Einsatzort gebracht, da sie für Langstreckenüberführungen meist in einen Zugverband eingestellt werden.
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